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AHK-Geschäftsreise Belarus: Erneuerbare Energien und Energieeffizienz in Belarus – Fokus auf Bio-, Solar- und Windenergieanlagen sowie auf die Industrie

AHK Belarus - Event-Hauptkategorie Termin speichern
Beginn:
12.06.2017
Ende:
16.06.2017
Ort:
Minsk

Während der AHK-Geschäftsreise nach Belarus/Minsk, die in der Zeit vom 12. bis zum 16. Juni 2017 stattfindet, haben deutsche Unternehmen die Möglichkeit, sich über die Marktpotentiale von Produkten und Dienstleistungen zum Thema „Erneuerbare Energien und Energieeffizienz in Belarus – Fokus auf Bio-, Solar- und Windenergieanlagen sowie auf die Industrie“ zu informieren und erste wichtige Geschäftskontakte zu generieren.

Die AHK Belarus organisiert am 12. Juni zunächst ein Vorabendbriefing, welches dem gegenseitigen Kennenlernen der Delegationsteilnehmer dient und sie auf den Ablauf der Reise sowie die Besonderheiten des Zielmarktes vorbereitet. Die deutschen Unternehmen haben die Möglichkeit, ihre Produkte und Dienstleistungen „made in Germany“ während einer eintägigen Fachkonferenz in Minsk am 13. Juni vor einem einheimischen Fachpublikum zu präsentieren, welches sich aus Vertretern der weißrussischen Wirtschaft, Politik und von Verbänden zusammensetzt. An den darauffolgenden Tagen (14.-16. Juni 2017) werden die vorab mit der AHK Belarus abgestimmten, individuellen Gesprächstermine mit potentiellen Geschäftspartnern wahrgenommen.

Im Vorfeld der Reise wird den Teilnehmern ein umfangreiches Informationspaket bereitgestellt. Die hierzu gehörende Zielmarkanalyse mit den wichtigsten Marktdaten und Profilen der Marktakteure einschließlich Standorte von geplanten Mini-Heizkraftwerken, Biogaskomplexen, Photovoltaikanlagen und Windkraftanlagen sowie das Verzeichnis von geplanten Projekten zur Steigerung der Energieeffizienz der industriellen Produktion in Belarus für 2017-2020 kann auf unserer Webseite heruntergeladen werden.

Zielmarkanalyse 2017 mit Profilen der Marktakteure "Erneuerbare Energien und Energieeffizienz in Belarus"

Die Geschäftsreise wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert und soll den deutschen Unternehmen den Markteinstieg in Belarus erleichtern.

Möglichkeiten der Teilnahme

Die AHK-Geschäftsreise nach Belarus richtet sich vorrangig an deutsche Unternehmen, die erste Kontakte im Zielmarkt knüpfen möchten. Insbesondere richtet sich die Veranstaltung an deutsche Projektentwickler, Anlagenbauer und Komponentenlieferanten, die in den folgenden Bereichen tätig sind:

- Biogaserzeugung aus allen relevanten Quellen (z.B. aus Abfällen der Tier-, Geflügelzucht und Lebensmittelverarbeitung; aus Kommunalabfällen; aus Rohstoffen pflanzlicher Herkunft u.a.)

- Errichtung von Solaranlagen / -stationen

- Errichtung von Windenergieanlagen / Windenergieparks

- Energieeffiziente Lösungen für verschiedene Industriebranchen (v.a. für Maschinen- und Anlagenbau, Metallverarbeitung, Chemie & Petrochemie, Elektrotechnik & Elektronik, Holzverarbeitung, Leicht- und Lebensmittelindustrie)

Die Anmeldung erfolgt über die energiewaechter GmbH, die in Zusammenarbeit mit der AHK Belarus die Organisation und Umsetzung der AHK-Geschäftsreise übernimmt.

Anmeldeformular

Belarus: Erneuerbare auf dem Vormarsch

Erneuerbare Energien sind in Belarus noch am Beginn ihrer Entwicklung. So waren im Bereich der Photovoltaik Ende 2015 insgesamt 13 MW an Kapazität installiert, im Bereich Bioenergie waren es bereits 2014 513 MW – auf Biogas z.B. entfielen hier aber nur 15 MW. Der Anteil der Erneuerbaren am Energieverbrauch beträgt aktuell ca. 5% (2015).

Dabei hat die Regierung große Ausbauziele in diesem Bereich – und angesichts der großen Abhängigkeit in der Energieversorgung vom Ausland, v.a. Russland, auch eine Motivation zur Stärkung der einheimischen Produktion. Der Weg für die zukünftige Entwicklung ist im Gesetz „Über erneuerbare Energiequellen“ festgeschrieben. Demnach soll der Anteil lokal verfügbarer Energieträger als Kessel- und Ofenheizstoff für die Strom- und Wärmebereitstellung durch Energieversorgungsbetriebe von ca. 29% (2015) auf 32% im Jahr 2020 ansteigen. Eine wichtige Rolle ist hier vor allem der Windenergie zugedacht, deren installierte Kapazität von derzeit 25,4 MW (2015) auf 168 MW anwachsen soll. Die bereits gut ausgebaute Bioenergie soll um weitere 60 MW erweitert werden. Das wirtschaftlich nutzbare Ressourcenpotenzial für die Bioenergie bilden Abfälle der Vieh- und Geflügelzucht, der Kommunalwirtschaft, von Kläranlagen und der Nahrungsmittelindustrie. Für die Photovoltaik wurden keine Ausbauziele formuliert – allerdings bietet die durchschnittliche jährliche Solareinstrahlung von 1.100 bis 1.350 kWh/m² unbestritten Potential zur Errichtung weiterer Anlagen.

Derzeit befinden sich mehrere Projekte in unterschiedlichen Phasen der Realisierung. So plant ein Unternehmen aus der Hauptstadt Minsk den Bau von drei Photovoltaik-Anlagen (Gesamtkapazität 4,5 MW) sowie einer 1 MW Biogasanlage mit Kraft-Wärme-Kopplung im östlich gelegenen Kostyukovichi.

Auch von staatlicher Seite werden konkrete Projekte in Angriff genommen: Das staatseigene Ölunternehmen Belorusneft beispielsweise plant den Bau einer PV-Anlage mit einer Kapazität von 55 MW – seit März 2016 in Zusammenarbeit mit einem deutschen Unternehmen.

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien in Belarus wird von staatlicher Seite gefördert. Zum einen genießen entsprechende Anlagen einen garantierten Netzzugang, zum anderen ist importierte Ausrüstung zur Erzeugung bzw. Gewinnung, Umwandlung, Akkumulation und/oder Verteilung von Strom aus Erneuerbaren Energiequellen von Zollkosten befreit. Auch Einspeisevergütungen für Bioenergie-, Geothermie-, PV-, Wind- und Wasserkraftanlagen sind vorgesehen.

Neben der Förderung der Erneuerbaren Energien schenkt man in Belarus auch dem Thema der Energieeffizienz immer mehr Beachtung: Energie soll eingespart werden und die Energieintensität in allen Wirtschaftsbranchen reduziert werden. Maßnahmen hierzu werden im Rahmen von Programmen der Energieeinsparung aus Eigenmitteln der Privatwirtschaft wie auch über öffentliche Mittel von Branchenministerien finanziert.

Die Informationen zu Zielmarktstudien im Rahmen der Export-Initiative Energie finden Sie hier.

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